Hausbau, Wohnen und Einrichten mit Feng Shui


KW 17/2008 ON Serie - Teil 15       In dieser Woche widmet sich die Bauserie auf „osthessen-news“ dem Thema Feng Shui, das in Deutschland sehr unterschiedliche Annahme und Akzeptanz erfährt. Diplom-Ingenieur Martin Beyer von „die-bauhilfe.com“ hat sich zu den Aspekten dieser chinesischen metaphysischen Wissenschaft mit der Feng Shui-Meisterin Birgit X. Fischer aus Kerpen unterhalten. Die Expertin wurde zu Hintergründen, Entstehungsgeschichte und heutigen Ansätzen für die Wohnraumgestaltung befragt.

Birgit X. Fischer hat vielfältige Berufs- und Lebenserfahrungen gesammelt, bevor sie sich ganz der asiatischen Lehre verschrieb: nach dem Studium der Germanistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln leitete sie eine Kunstgalerie in Wuppertal, arbeitete viele Jahre als Journalistin, Redakteurin in Printmedien und Autorin und leitete eine Kommunikationsagentur in Köln. Über zunächst privates Interesse fand sie zum klassischen Feng Shui und ist seit 2003 hauptberuflich beratend, lehrend und schreibend in den klassischen chinesischen Wissenschaften aktiv. Gegenwärtig arbeitet Birgit X. Fischer an einer Buchreihe zum Thema Feng Shui oder führt Bauherren und Immobilienkäufer in so genannten „homebuyer-work-shops“ in die Grundlagen des Feng Shui ein.


Dipl-Ing. Martin Beyer: Was sind die Ziele von Feng Shui?

Birgit X. Fischer: Feng Shui hat das Ziel, eine Balance herzustellen von Mensch und Raum. Wobei Raum im engeren Sinne von Haus gemeint ist und von Raum als Umgebung, Stadt und Landschaft. Balance meint auch, durch die optimale Auswahl, Gestaltung und Nutzung unseres Raumes unseren individuellen „Reichtum“ als Mensch nutzen und leben zu können. Feng Shui erhöht unsere Lebensqualität und ist konkret erlebte und erlebbare Work-Life-Balance.

Frage: Was versteht man unter Feng Shui?

Antwort: Feng Shui heißt übersetzt „Wind und Wasser“. Die alten Naturforscher in China (Daoisten) haben die Natur und ihre Wandlungsprozesse studiert und eine Wissenschaft entwickelt, wie der Mensch diese natürlichen Energien einer Landschaft analysieren kann, um mit diesen Energien zu bauen. Heute wissen wir aufgrund der Erkenntnisse der Quantenphysik, dass alles im Universum Schwingung und Energie ist. Darauf beruhen auch die Erkenntnisse der alten chinesischen Meister und daraus sind dann so unterschiedliche Disziplinen entstanden wie Feng Shui, Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin, Qi Gong, Tai Chi und vieles mehr.

Frage: Feng Shui kommt aus einem anderen Kulturkreis. Lässt es sich ohne weiteres in unsere Kultur übertragen?

Antwort: Einige Menschen glauben, Feng Shui hat mit chinesischen Glückssymbolen zu tun. Dann würde die Wohnung so aussehen wie ein Chinarestaurant oder gespickt sein mit asiatischen Accessoires. Klassisches Feng Shui braucht keine Symbole. Hier im Westen ist eine Art Feng Shui bekannt geworden, die ich New Age oder „Pop“-Feng Shui nenne. Wo ist meine Liebesecke? Oder wo ist meine Wohlstandsecke? Da stelle ich dann ein Delphinpaar für Liebesglück hin oder einen Geldbuddha für Wohlstand. Diese Art des Feng Shui kommt aus Amerika und hat Feng Shui sehr populär gemacht. Genauso wie Feng Shui mit Aufräumen oder Entrümpeln verbunden wird.
Echtes Feng Shui ist - wie die Akupunktur - eine komplexe Disziplin mit vielen unterschiedlichen Methoden. Liebesecken und Aufräumen haben nichts damit zu tun. Vieles, was eigentlich nur chinesische Kultur ist, wird hier im Westen aufgrund von fehlendem Wissen mit Feng Shui verbunden. Feng Shui ist eine universelle anwendbare Wissenschaft wie die Akupunktur. Städte und Häuser werden überall gebaut. Klassisches Feng Shui, wie ich es unterrichte und betreibe, hat sehr klare Strukturen und Regeln - und die sind überall anwendbar.

Frage: Wo findet Feng Shui in Asien überall Anwendung?

Antwort: Feng Shui wird überall dort angewendet, wo Chinesen leben. In China war es unter den Kommunisten lange Zeit verboten, obwohl Mao es nachweislich genutzt hat. Viele Meister sind in andere Länder gegangen wie Taiwan, Malaysia, Thailand oder Indonesien. Auch Australien oder die USA gehören dazu. In den USA wird es heute bei großen Real Estate Projekten und auch privat immer mehr genutzt.

Frage: Können Sie etwas über die Entstehung von Feng Shui erzählen?

Antwort: Feng Shui ist eine daoistische Wissenschaft. Naturbeobachtung steht am Anfang - und die Suche optimaler Plätze für Gräber oder Städte. Früher nannte man Feng Shui auch „Kan Yu“, die Beobachtung der Kräfte zwischen Himmel und Erde. Nachweisbar wurde es schon vor rund 3.000 Jahren angewendet. Die erste Blüte erlebte es während der Tang Dynastie (618 - 907). Es entstanden im Laufe der Zeit unterschiedliche Schulen wie San He (Drei Harmonien) oder San Yuan (Drei Zyklen). Die erste ist bekannt als „Landschaftsschule“ und beschäftigt sich mehr mit der Analyse der Landschaft; die andere ist bekannt als „Kompass-Schule“ und fokussiert mehr auf die Analyse der Zeitqualitäten und welchen Einfluss die Zeit auf das Feng Shui eines Hauses hat. Im alten China wurden Gräber und Städte von Feng Shui Experten geplant. Der Kaiser als Sohn des Himmels hatte ein eigenes Divinationsministerium, wo unterschiedliche Experten aus den chinesischen Wissenschaften zusammen arbeiteten. Heutige Experten nutzen das Wissen aus allen Schulen des Feng Shui, um für ihre Kunden die besten Ergebnisse zu erzielen.

Frage: Hat Feng Shui nicht vordergründig auch etwas mit meiner inneren Einstellung zu tun?

Antwort: Das spielt keine Rolle. Gutes Feng Shui hilft allen Menschen eines Hauses, egal ob sie daran glauben oder nicht. Sonst könnte ich nicht für eine Familie arbeiten oder für eine Firma.

Frage: Wo wird Feng Shui in Asien am häufigsten eingesetzt? Im Gewerbe- oder Privatbereich?

Antwort: In beiden. Wer es privat nutzt, nutzt es auch beruflich, wenn das möglich ist, wie etwa im eigenen Unternehmen. Auch meine Kunden verbinden beides.

Frage: Sie sind ausgebildete Feng Shui Meisterin - wo und wie haben Sie sich ausbilden können? Und gibt es für Feng Shui Berater spezielle Bezeichnungen?

Antwort: Feng Shui Berater ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Ich habe inzwischen drei Ausbildungen abgeschlossen und wurde 2007 zur Feng Shui Meisterin von meinem Lehrer Meister Joey Yap ernannt. Seit 2003 bin ich hauptberufliche Feng Shui Beraterin und Ausbilderin der Mastery Academy of Chinese Metaphysics, Kuala Lumpur. Ich arbeite für Kunden - häufig Unternehmer und Freiberufler - aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland und Polen.

Frage: Sollte man für diese Ausbildung auch nach Asien gehen?

Antwort: Ich habe es jedenfalls getan. Begonnen habe ich 1998 bei einem deutschen Lehrer. Danach wechselte ich zum Yap Cheng Hai Feng Shui Institute of Excellence, Kuala Lumpur. Bei Großmeister Yap Cheng Hai schloss ich 2001 meine Ausbildung ab; mit dem Feng Shui Master Practitioner. Danach startete ich eine weitere Ausbildung bei der Mastery Academy of Chinese Metaphysics, Kuala Lumpur. Geleitet wird die Academy von Meister Joey Yap, der u.a. auch ein bekannter Buchautor ist. Er unterrichtet und berät in Asien, Australien, USA und Europa. Für die Mastery Academy bin ich tätig als Ausbilderin für Feng Shui und BaZi, chinesische Astrologie. Ich bin jedes Jahr in Asien, China oder Kuala Lumpur, um mich fortzubilden.

Frage: Wie lange dauert eine solche Feng Shui Ausbildung?

Antwort: Nach einer soliden Grundausbildung hört es nie auf. Weiterbildung ist sehr wichtig, weil die chinesischen Wissenschaften ein weites Feld sind. Praktische Studien in Asien sind erforderlich, dazu entwickelt sich der internationale Standard unseres Berufes sehr dynamisch weiter. Immer mehr Wissen ist verfügbar, aufgrund von Übersetzungen und dem Interesse der chinesischen Lehrer, neues Wissen zu unterrichten. Ich schaue jetzt auf 10 Jahre zurück und es ist enorm, wie sich alles entwickelt hat.

Frage: Woran erkennt denn ein Interessent, dass er einen guten Berater für sein Anliegen gefunden hat?

Antwort: Er sollte schauen: was für Grundlagen hat der Berater und was bietet er an? Wichtig ist, meine ich, auch ein persönliches Gespräch. Fragen sollte der Interessent nach der Ausbildung. Meiner Erfahrung nach sind international tätige Schulen die besten, weil sie sich an internationalen Standards orientieren. Die haben alle auch umfangreiche Internetauftritte. Viele Berater haben auch Links zu den Schulen, wo sie gelernt haben, auf ihren Seiten.
Die Frage sollte auch gestellt werden, welche Art von Feng Shui der Berater anbietet. Fragen Sie nach klassischem Feng Shui ! Es gibt auch energetisches, europäisches und viele vermischte Namen, die darauf hinweisen, dass die Berater europäische energetische Disziplinen wie die Geomantie, „Space Clearing“, mit dem Namen Feng Shui versehen haben. Man kann sich Referenzen nennen lassen. - Empfehlungen von anderen Kunden können auch informieren. Wobei aber alle Planungen individuell sind. Gutes Feng Shui zeigt sich nicht an Äußerlichkeiten. Es ist erlebte Qualität. Berufserfahrung ist sehr wichtig. Zeit für Kunden und Betreuung ebenfalls.

Frage: Wie gehen Sie bei einer Feng Shui Beratung vor? Kann der Kunde hier etwas vorbereiten?

Antwort: Klassisches Feng Shui kombiniere ich mit Farb- und Raumkonzepten sowie Gartenplanung. Dazu gehört auch chinesische Astrologie, um ganzheitlich Sein und Tun zu verbinden. Dazu werden Pläne der Immobilie und die Geburtsdaten der Bewohner gebraucht. Meine Beratung beinhaltet immer zwei Treffen. Das erste Mal geht es um ein Erstgespräch und Schauen, ein Check des „Wer? Was? Wo?“ sowie der Immobilie und der Umgebung. Was will der Kunde? Beim zweiten Termin wird das Feng Shui Konzept vorgestellt und besprochen „Was, Warum, Wann?“ Da nicht alles sofort umgesetzt wird, betreue ich meine Kunden auch bei der Umsetzung. Gute Zeitpunkte für die Umsetzung sind für optimale Ergebnisse auch sehr wichtig.

Frage: Kann man Feng Shui genauso im Altbau wie im Neubau einsetzen?

Antwort: Ja, es geht um die individuelle Optimierung vorhandener Lokalitäten auf die jeweiligen Bewohner und Benutzer, wer was und wie nutzt.

Frage: Worauf sollte geachtet werden, wenn man über Feng Shui im Neubau nachdenkt?

Antwort: Den Feng Shui Berater in alle Phasen der Planung zu integrieren! Die Wahl des Grundstücks - gute Plätze sind sehr wichtig. Die Ausrichtung auf dem Grundstück, das ist Teil der Feng Shui Planung. Die Anordnung der Räume bei der Planung - ebenfalls wichtiger Planungsbestandteil. Und Termine für Beginn oder Berücksichtigung besonderer Abschnitte während der Bau- bzw. Projektphase. Das ist der Zeitaspekt und gehört mit in eine Feng Shui Planung. Außerdem sollten Kunde, Architekt und Feng Shui Berater eng zusammen arbeiten, um Synergien und Kreativität zu nutzen.

Frage: Heutzutage wird bei Bauten aus energetischen Gründen immer häufiger darauf geachtet, dass sich Häuser mit ihren Wohnräumen speziell nach Süden orientieren. Steht das in einem Widerspruch zu den Anforderungen des Feng Shui?

Antwort: Das ist kein Problem. Wichtig ist der optimale Qi-Flow durch die Positionierung von Türen und Fenstern sowie die Anordnung von Räumen. Das Haus wird mit der Umgebung verbunden. Meine persönliche Erfahrung ist, dass optimale Feng Shui Lösungen meist wie natürlich aussehen. Die Resonanz ist in etwa so: „Ist ja eine gute Idee!“ Niemand kommt darauf, dass das an Feng Shui liegt.

Frage: Im Feng Shui geht es sehr stark darum, die persönlichen Elemente der einzelnen Person zu betrachten. Wem kann man dann gerecht werden, wenn eine mehrköpfige Familie ein Haus baut?

Antwort: Erster Schritt ist immer ein generell gutes Feng Shui des Hauses. Dadurch wird jeder gestärkt! Dann werden durch die Nutzung und individuelle Maßnahmen - etwa Anordnung der Räume, die persönliche Schlafrichtung - die Bewohner einzeln und individuell gestärkt.

Frage: Gab es auch schon Fälle, bei denen Kunden feststellen mussten, dass sie mit Feng Shui - etwa architektonisch - ihre Vorstellungen nicht umsetzen konnten?

Antwort: Feng Shui hat vielfältige Möglichkeiten. Schauen Sie nach Hongkong oder Asien. Da arbeiten Feng Shui Meister ganz natürlich mit Star-Architekten zusammen und es werden unglaubliche Projekte realisiert, auch im Privatbereich. Es finden sich immer optimale Lösungen, wenn kreativ zusammen gearbeitet wird.

Frage: Mit welcher Aufgabenstellung oder Beweggründen kommen Menschen zu einer Feng Shui Beratung?

Antwort: Sie wollen Feng Shui ausprobieren oder glauben an den Nutzen. Es soll ihnen helfen, ihre Ziele im Leben zu erreichen - privat, beruflich, gesundheitlich - oder einfach, leichter zum Erfolg zu kommen.

Frage: Würden Sie jedem zu Feng Shui raten?

Antwort: Meine Antwort ist ein klares Ja!

Frage: Was sollte jeder Haus- oder Bauherr nach den Regeln des Feng Shui unbedingt in oder am Haus haben? Und was auf gar keinen Fall?

Antwort: Einen idealen „Ming Tang“ oder „Helle Halle“. Das ist die Energiesammelstelle. Vor und im Haus. Dazu eine optimale Eingangstür, der „Qi-Mund“. Dann kann es fließen. Was man nicht haben sollte, ist jede Art von „Sha-Qi“, Schadensqi in Form von Blockaden im Bereich der Eingangstür oder im Bereich der „Hellen Halle“. Sha-Qi ist ein negativer Faktor. Das kann man in Workshops ganz einfach entdecken - einfach durch gezieltes Schauen.

Frage: Ermöglicht Feng Shui eigentlich eine permanente Verbesserung?

Antwort: Feng Shui optimiert „das Jetzt“. Aber alles ist Wandlung, deshalb läuft es mal besser oder schlechter - mit Feng Shui allerdings auf einem höheren Niveau. Feng Shui ist keine Wunderpille. Es hilft uns, den Gezeiten des Lebens besser begegnen zu können.

Frage: Wenn sich Feng Shui nach Sonne- oder Mondphasen richtet, muss man dann auf solche Einflüsse eingehen und erfolgte Gestaltungen wieder ändern?

Antwort: Gutes Feng Shui bleibt gutes Feng Shui. Allerdings haben wir jedes Jahr Wandlungen der Energie. Eine Methode, mit der wir das analysieren, heißt „Die Fliegenden Sterne“. Alles im Universum ist Wandel, also ist auch jedes Jahr etwas weniger gut oder besonders gut. Hier machen die Asiaten jedes Jahr kleine, wenig kostenintensive Maßnahmen, um den Flow zu nutzen. Einige meiner Kunden hier nutzen diesen Service: ein gezieltes „Tuning“ mit kleinen effektiven Maßnahmen.

Frage: Welches sind die bestimmenden Elemente im Feng Shui?

Antwort: Haustür, Küche bzw. Herdposition und Schlafraum sind in der klassischen Lehre die wichtigsten Elemente eines optimalen Feng Shui. Außen kommen Berg-, Wasser- und Straßenpositionen hinzu. Dazu der Qi-Fluss. Wenn das stimmt, sind der Feng-Shui-Qualitätsfaktor oder gute Grundlagen gewährleistet.
Nach den Grundlagen kommen Raumplanung, Türen und Fenster, Treppen, Toiletten, Gartenplanung bzw. Grundstücksplanung mit Zufahrten (sehr wichtig), das Nutzungskonzept für alle Bewohner und dann erst Farben.

Frage: Gibt es Baumaterialien oder Bauweisen, die überhaupt nicht mit Feng Shui zusammen passen? Beton oder die heute so beliebten Riesenglasflächen für Fenster?

Antwort: Schauen Sie nach Asien, was dort alles mit Feng Shui Meistern gebaut wird. Vieles ist möglich. Beton ist kein Problem. Ein einfacher Tipp für Bauherren: achten Sie auf ausgewogene Grundrisse. Dreiecke, U-Formen, irgendwelche welligen Formen wie von Gehry erzeugen ein unharmonisches Qi. Auch bei Grundstücken: meiden Sie unregelmäßige Formen und die gerade beschriebenen Formen. Für alles gibt es Ausnahmen, doch dazu braucht es Feng Shui Fachleute, die Grundstücke und Gebäude ausgleichen.

Frage: Nach welchen Kriterien wird erfahrungsgemäß eine Feng Shui Beratung abgerechnet - nach Baukosten, als Pauschale oder nach Stundensatz?

Antwort: Da hat jeder Berater seine eigene Methode. Ich vereinbare einen Komplettpreis für meine Beratung, abhängig vom Aufwand. Bei meinen Unternehmenskunden läuft das bei großen Projekten über Tagessätze. Was ich bei Kollegen erfahren habe, machen viele das ebenso; sie rechnen nach Aufwand und Größe. Anfänger sind preiswerter.

Frage: Wieviel kostet - in etwa - eine Beratung?

Antwort: Da gibt es sehr große Unterschiede. Ich würde immer auf Qualität setzen und gute Berater haben ihren Preis. Rechnen Sie bei Neubauten bis zu drei Prozent der Bausumme, je nach Umfang der Beratung mit Garten, Farben etc. - Bei Komplettpreisen ist die Untergrenze, bei kleinen privaten Objekten, etwa bei 1.000 Euro anzusetzen.

Frage: Wenn ein Bauherr sich näher mit Feng Shui beschäftigen möchte, welches Buch für den Einstieg könnten Sie empfehlen?

Antwort: Es gibt ein altes Buch von Lilian Too „Die Grundlagen des Feng Shui“, das Grundlagen sehr informativ vorstellt. Wer englisch beherrscht, dem empfehle ich „Feng Shui for Homebuyers interior“ von Joey Yap. Von mir gibt es - über Amazon - eine DVD „Mit Feng Shui zum Erfolg“.

Frage: Gibt es für Interessenten eine Liste von Feng Shui Beratern, vielleicht sogar speziell für Regionen?

Antwort: Es gibt zwei Verbände mit einem Verzeichnis von Feng Shui Beratern. Die arbeiten zum Teil mehr regional oder, wie ich, länderübergreifend. Ein Verband, in dem ich Mitglied bin, heißt „Europäischer Feng Shui und Geomantieverband“ und hat die Internetadresse: http://www.efgb.de/ Der andere ist der „Berufsverband für Feng Shui und Geomantie“ mit der Website http://www.fengshui-verband.eu

Frage: Welchen generellen Tipp würden sie einem Interessenten geben?

Antwort: Informieren Sie sich gut und setzen Sie auf eine professionelle Beratung. Feng Shui ist eine Wissenschaft, die komplexes, umfangreiches Wissen erfordert.


Die Redaktion bedankt sich recht herzlich bei Dipl-Ing. Martin Beyer und der Expertin Birgit X.Fischer, die nicht nur dieses Interview gab, sondern sich auch bereit erklärt hat, Fragen der Leser zu beantworten. Weitere Fragen zum Thema Feng Shui können - wie immer - unter dem Stichwort „Feng-Shui“ an die Adresse redaktion@die-bauhilfe.com gemailt werden. Die Fragen werden dann zur Beantwortung weitergeleitet.


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